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 Hunde kennen keine Schuldgefühle

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BeitragThema: Hunde kennen keine Schuldgefühle   Sa 25 Jul 2009 - 0:14


Hunde kennen keine Schuldgefühle

New
York/Wetzlar - Es gibt keinen "schuldigen Hundeblick", der
Hundebesitzer darüber informiert, ob ihr Vierbeiner tatsächlich etwas
angestellt hat oder nicht.
Das unterwürfige Verhalten
des Hundes ist vielmehr dessen Reaktion auf die aggressive
Körpersprache des Besitzers, berichtet die Verhaltensforscherin
Alexandra Horowitz vom New Yorker Barnard College http://www.barnard.edu
im Journal Behavioural Processes. Die Neigung, oberflächliches
Verhalten eines Tieres mit menschlichen Haltungen zu beschreiben, wird
als Anthropomorphismus bezeichnet. So glauben Menschen
fälschlicherweise, bei Tieren höherstehende Emotionen wie Schuld oder
Reue zu entdecken. "Dass Hunde ein schlechtes Gewissen hätten,
entspringt allein den ethisch-moralischen Vorstellungen des Menschen",
bestätigt auch die Tierverhaltenstherapeutin Heidi Bernauer-Münz
gegenüber pressetext.

Die US-Forscherin bat Versuchspersonen,
ihren Hunden einzuschärfen, dass sie bei ihrer Abwesenheit einen mit
Leckerbissen gefüllten Fressnapf nicht anrühren sollten. Nach kurzem
Verlassen des Zimmers teilte man manchen Probanden mit, ihr Hund habe
gefressen, anderen, er habe sich korrekt verhalten. Das stimmte jedoch
in vielen Fällen nicht mit der Realität überein. Einen "schuldigen
Blick" glaubten in Folge am ehesten diejenigen Hundebesitzer bei ihren
Tieren zu erkennen, die sie wegen des verbotenen Fressens gerügt
hatten. Hunde, die jedoch in Wahrheit der Versuchung erfolgreich
widerstanden hatten, wurden von ihren falsch informierten Besitzern als
noch schuldiger dreinblickend empfunden als die Tiere, die tatsächlich
genascht hatten.

"Hunde sind andauernd damit beschäftigt,
Nuancen des Verhaltens ihres Besitzers zu lesen. Ein Blick genügt ihnen
um zu wissen, dass Ärger auf sie zukommt, besonders bei aggressiver
Körpersprache des Menschen", so Bernauer-Münz. Das Repertoire des
Hundes, darauf zu reagieren, reiche vom Ducken und Abwenden des
Blickes, Pinkeln oder Pföteln, bis hin zum Wurf auf den Rücken. Solches
Verhalten bezeichne jedoch kein schlechtes Gewissen, sondern sei
vielmehr Signal der Unterwürfigkeit als Reaktion auf das aggressive
Verhalten des Besitzers. Hunde könnten aber in bestimmten Fällen sehr
wohl ermessen, dass sie etwas riskiert haben.

"Wird ein
rangniedriger Wolf auf dem Lieblingsplatz des Leittiers von diesem
erwischt, so macht er sich klein und beschwichtigt sicherheitshalber,
um keine Auseinandersetzung zu riskieren." Gleiche Prozesse der
Unterwürfigkeit seien auch beim Menschen zu beobachten. "Wer von seinem
Chef dabei überrascht wird, wie er auf dessen Sessel sitzt, wird auch
verlegen nach Ausreden suchen wie: ,Ich wollte den Stuhl nur Mal
ausprobieren'", so Bernauer-Münz.

Viele Hundebesitzer wüssten
ohnehin, dass ihre Tiere in gewissen Situationen beschwichtigen wollen,
schätzt die Tierverhaltenstherapeutin. Problematisch werde es, wenn man
dies verkenne und dem vermeintlichen "schlechten Gewissen" des Hundes
noch Nachhilfe erteilen wolle. "Einige Menschen glauben, in gewissen
Situationen dem unterwürfigen Verhalten ihres Tieres noch eins drauf
setzen zu müssen, etwa mit Schlägen. Der beschwichtigende Hund versteht
die Welt nicht mehr, da er doch zur Vermeidung einer Auseinandersetzung
richtig reagiert hat. Er fühlt sich in die Enge getrieben und greift
zur Notwehr." So könne sich ein Hundehalter durch fehlendes Verständnis
der Körpersprache seines Tieres einen Biss einholen, gibt Bernauer-Münz
zu bedenken.

http://www.proplanta.de/Agrar-Nachrichten/agrar_news_themen.php?SITEID=1140008702&Fu1=1245497063&Fu1Ba=1140008702&WEITER=99&MEHR=99

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